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Der Innenhof der Burg Gutenberg bildet eine einmalige Atmosphäre für gute Theateraufführungen. Schon der Fussweg hinauf zur Burg, der Blick vom Burghügel über die Talschaft sowie das Wissen, dass dieser besondere Ort während Jahrtausenden besiedelt und als Kultstätte benutzt wurde, versetzen den Besucher in eine besondere Stimmung.

 

     

 

Geschichtliches zur Burg Gutenberg

Die Burg Gutenberg thront auf einem Felshügel inmitten der Gemeinde Balzers. Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass dieser Hügel wohl schon seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. 1932 fand man am Burghügel menschliche Bronzestatuen und jene eines Ebers und eines Hirsches. Mit diesem Fund bekam Balzers ein Pendant zur Venus von Willendorf, einen „Mars von Gutenberg“, eine 12 cm lange Fruchtbarkeitsfigur.

Die Namensgebung der Burg liegt wohl einem Adelsgeschlecht zugrunde, dass 1296 erstmals erwähnt wurde. Im Zürcher Krieg wurde Balzers Opfer der Flammen und in der folgenden Zeit verfiel die Burg zusehends. Nach einem weiteren Brand 1795 in der Gemeinde wurde ihr Gestein als Baumaterial zum Wiederaufbau genutzt.

Egon Rheinberger renovierte die verfallenen Ruinen schließlich in den Jahren 1905 bis 1912. Dabei richtete er sich weitgehend nach den ursprünglichen Baupläne, und die Burg blühte damit nahezu originalgetreu wieder auf.

1979 erwarb das Land Liechtenstein die Burg und seitdem ist sie in Besitz des Fürstentums. Die schon eingangs erwähnten Freilichtspiele „Der letzte Gutenberger“ 1925 oder die Filmproduktion „Wilhelm Tell“ 1933 sind zwei schöne Beispiele der kulturellen Vergangenheit von Burg Gutenberg. Für die Festspiele Burg Gutenberg ist es eine Herzensangelegenheit, diese kulturelle Vergangenheit wieder aufleben zu lassen und in die Zukunft mitzunehmen.